logo
Suche:

Unter dem Begriff Dysphagie versteht man eine Schluckstörung.

Wir unterteilen den Schluckakt in drei bzw. vier Phasen.
 

 

                                                       1. orale Phase ( im Mund )

In der oralen Phase wird die Nahrung aufgenommen, zerkleinert und mit Speichel durchmischt, sowie in den hinteren Teil des Mundes transportiert, so dass der Schluckreflex ausgelöst werden kann.

(manche Autoren teilen die orale Phase noch in eine orale Vorbereitungs- und Transportphase auf, so dass insgesamt 4 Phasen vorhanden sind)

 

                             2. Pharyngeale Phase (im Schlund)

Mit Auslösen des Schluckreflexes müssen die Luftwege verschlossen werden, so dass weder die Nahrung durch die Nase wieder austreten, noch das Geschluckte in die Luftröhre gelangen kann.

Zeitgleich öffnet sich der obere Schließmuskel der Speiseröhre, so dass die Nahrung (nachdem sie durch den Schlund transportiert wurde) in den Oesophagus (Speiseröhre) eintreten kann.

 

                        3. Oesophageale Phase (in der Speiseröhre)

 

 Nachdem die Nahrung den oberen Schließmuskel passiert hat, wird sie durch wellenförmige Bewegungen weiter zum unteren Schließmuskel der Speiseröhre und im Anschluss in den Magen befördert.

Damit ist der Schluckakt beendet.

                                                                 

                                                               

Störungen des Schluckaktes können den gesamten Ablauf betreffen.

 

Die Ursachen können vielfältig sein:

  • neurologische Erkrankungen
  • Operationsfolgen
  • Unfallfolgen
  • altersbedingt

Die Anzeichen einer Schluckstörung sind daher abhängig von der Art und dem Umfang der Störung.

 

Ein Beispiel:

So können neurologische Erkrankungen (Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose ...) beispielsweise dazu führen, dass die Steuerung des Schluckablaufes bzw. das Zusammenspiel der Nerven und Muskeln gestört ist.

Das führt dazu, dass beispielsweise durch eine Lähmung im Mundbereich die Nahrung z.B, nicht ausreichend mit Speichel durchmischt und zerkleinert wird, die Empfindlichkeit im Mundraum und Schlund zudem gestört bzw. herabgesetzt sein kann. Nahrungsteile werden z.T. in die Speiseröhre transportiert, Reste verbleiben im Mundraum und werden schlussendlich aspiriert (gelangen in die Luftröhre).

Dauerhafte Aspirationen führen zu Entzündungen der unteren Atemwege (z.B. Lungenentzündungen)